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Frontscheibe - FERRARI F355 / GTS 94-99

Bildquelle: Lothar Spurzem/Wikipedia-CC BY-SA 2.0 de
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Hintergrundwissen:

Der Ferrari F355 wurde auf dem Genfer Auto-Salon im März 1994 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Er war der Nachfolger des Ferrari 348 und wurde bis 1999 zum Erscheinen des Ferrari 360 Modena gebaut. Er stellte hinsichtlich Fahrverhalten, Fahrleistungen und Verarbeitungsqualität einen großen Fortschritt im Vergleich zum 348 GTB/GTS dar. Der Unterschied zum Nachfolger Ferrari 360 Modena hingegen ist in technischer Hinsicht gering; daher ähneln sich beispielsweise auch die Fahrleistungen der beiden Generationen. Klaus Westrup, Chefredakteur des Automagazins "auto motor und sport", lobte den F355 für die sehr hohen Fahrleistungen mit der direkten Leistungsabgabe des Motors, die Handlichkeit des Sportwagens und die sehr gute Sitzposition. Hingegen wurden das eingeschränkte Raumangebot, der schlechte Langsamfahrkomfort, das zum Teil laute Motorgeräusch und der relativ unbequeme Einstieg kritisiert. Der F355 war kein simples Update des Vorgängers 348, sondern ein in weiten Teilen neues Auto. Er versetzte mit zahlreichen Innovationen und seinen Fahrleistungen die Marke Ferrari sozusagen in die Neuzeit. Haftete allen Ferraris bislang immer etwas Kompromisshaftes an, war dieser Wagen im Vergleich dazu ein wahrer Musterknabe in Sachen Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit. Die Bremsen und die Kupplung können mit den Qualitäten des ausgewogenen Fahrwerks und Motors mithalten und die Ergonomie stimmt auch für große Fahrer; dies war ein absolutes Novum bei Ferrari. Mit dem Erscheinen des F355 konnte es sich der Hersteller endlich auch leisten, die Qualitäten der neuen Fahrmaschine bei Autotests zuversichtlich mit der Konkurrenz vergleichen zu lassen, was vorher nicht immer der Fall gewesen war. Denn der F355 bot gegenüber seinem Vorgänger 348 nicht nur einen spürbaren Technologie-Sprung in Form von beispielsweise Fünfventil-Technik, elektronisch verstellbarem Fahrwerk und später dem optionalen F1-Getriebe, sondern auch die hohen Fahrleistungen und ein ausgewogenes Leistungsniveau machten den Mittelmotor-Zweisitzer vom "Einsteiger-Ferrari" zum attraktiven vollwertigen Sportwagen. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass die Verkaufszahlen mit dem F355 stiegen, da der "kleine" Ferrari nun ein ebenso hochwertiger Sportwagen wie die großen Zwölfzylinder-Modelle war.(Bild- und Text: Wikipedia)