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Frontscheibe - MASERATI BITURBO 81-94

Bildquelle: Mr.choppers/Wikimedia-CC BY-SA 3.0
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Hintergrundwissen:

Konzeption und Einführung des Biturbo, der kleiner, schwächer und wesentlich preiswerter war als die Maserati-Modelle der sechziger und siebziger Jahre, gingen auf Alejandro de Tomasos Bestreben zurück, dem Werk höhere Stückzahlen und damit Rentabilität zu sichern; De Tomaso war seit 1975 Besitzer von Maserati. Der Plan ging anfangs auf; 1982 produzierte Maserati 1888, im Folgejahr 5333 Autos gegenüber 528 Wagen im Jahr 1981. Allerdings litt der Ruf des Biturbo bald aufgrund von technischen Problemen, und der Absatz pendelte sich dann bei etwa 2000 bis 3000 Stück pro Jahr ein. Am 14. Dezember 1981, dem 67. Jahrestag der Maserati-Gründung, präsentierte das Werk die Urversion des Biturbo. Dabei handelte es sich um ein kompaktes, 2+2-sitziges Stufenheckcoupé in stark ausgeprägter Keilform, angetrieben von einem Zweiliter-V6, der mit zwei Turboladern versehen auf für den bescheidene Hubraum damals sehr beachtliche 180 PS kam. Die Frontpartie wirkte mit ihren rechteckigen Doppelscheinwerfern und dem trapezförmigen Maserati-Kühlergrill wie eine verkleinerte Ausgabe der Front des zeitgenössischen Maserati Quattroporte und sorgte so für die gewünschte Familienähnlichkeit. Technisch war der Biturbo mit hinterer Einzelradaufhängung auf der Höhe der Zeit, mit der damals neuen Doppelturbo-Technologie und drei Ventilen je Zylinder befand er sich sogar in der Avantgarde. Unzeitgemäß war allerdings die Gemischaufbereitung des doppelt aufgeladenen Motors über einen Registervergaser; eine Lösung, die es an und für sich seit der unseligen Corvair von Chevrolet zu Beginn der 1960er Jahre in der Serie kaum mehr gegeben hatte und die fortan dem kleinen Maserati neben exzessivem Durst noch vielerlei technische Probleme und aus diesem Grunde eine eingeschränkte Zuverlässigkeit bescherte - dafür aber einen Auspuffklang von unvergleichlicher Faszination erzeugte. Es dauerte denn auch nicht allzu lange, bis der Vergaser einer modernen Einspritzanlage wich. Die Zuverlässigkeit steigerte sich dank der neuen Gemischaufbereitung beträchtlich, das aufreizende Verbrennungsgeräusch war allerdings dahin. In der Urversion versprach Maserati für den Biturbo eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h und 6,7 sec. für den Standardsprint von 0-100 km/h. Die italienische Fachzeitschrift "Quattroroute" ermittelte demgegenüber in einem ersten Test ein Höchstgeschwindigkeit von knapp 205 km/h und eine Beschleunigung von 7,2 sec. von 0-100 km/h, was die Werksangaben - in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit deutlich - verfehlte. Für sich besehen waren freilich die gemessenen Werte für ein 2,0 Liter Auto zur damaligen Zeit exzellent. Die Ausstattung des Biturbo war betont luxuriös gehalten und umfasste hochwertige, von Missoni entworfene und geschnittene Stoffe oder (optional und gegen Aufpreis) Leder für die Sitze. Die Holzeinlagen am Armaturenbrett und in den Türtafeln waren aber nur gutgemachtes Imitat, ebenso die nur scheinbar aus Leder bestehende Tür- und Armarturenbrettbespannung, deren Verarbeitung freilich dennoch in Handarbeit erfolgte. Auch die später berühmt gewordene Maserati-Uhr (dem Vernehmen nach gab es Käufer, die das Auto nur wegen der Uhr erwarben, welche allerdings - abgesehen von ihrem chicen Äußeren -technisch von sehr gewöhnlicher Ausführung war) besaß der Ausgangstyp noch nicht, stattdessen verunzierte eine schwarze Quarzuhr aus Kunststoff das hochpreisig wirkende Interieur. (Bild- und Text: Wikipedia)