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Frontscheibe - VOLVO 300 SERIE, 340 und 360 76-91

Bildquelle: Tommi Nummelin/Wikipedia-CC BY-SA 3.0
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Produktdetails:

Bitte beachten: Nach dem Kauf wird die Frontscheibe in Ihrer gewünschten Tönung angefertigt. Die Lieferzeit beträgt 12 Wochen.

Hintergrundwissen:

Die Volvo Serie 300 umfasste mit den Modellen 340 und 360 zwei PKW der Kompaktklasse, die von Spätsommer 1976 bis Mitte 1991 gebaut wurden. Die Baureihe wurde sowohl als Schrägheck- wie auch als Stufenhecklimousine gebaut, wahlweise mit stufenlosem Variomatic-Getriebe oder Handschaltung. Mitte 1975 übernahm Volvo die PKW-Sparte des niederländischen Herstellers DAF. Dort hatte 1970 die Entwicklung eines neuen Modells unter dem Projektnamen "P900" begonnen; der Wagen sollte dann unter den Namen DAF 77 auf den Markt kommen. Jedoch benötigte DAF Kapital von außen sowie einen Zulieferer für den geplanten 1,4-Liter-Vierzylinder-Motor.[1] Nachdem Sondierungsgespräche mit anderen Automobilherstellern, darunter BMW, fehlgeschlagen waren und Renault sich in der Lage sah, den 1,3-Liter, der bereits im DAF 66 eingebaut wurde, weiterzuentwickeln, erwarb Volvo Anfang 1973 ein Drittel des Unternehmens; Volvo hatte seit dem Produktionsende des P120 Amazon 1970 mit dem 140 und 164 nur noch größere und teurere Modell im Programm und war dringend daran interessiert, an der Fahrzeugklasse zu partizipieren, in der man einst mit dem PV 544 als größerer Automobilhersteller Fuß gefasst hatte. Damit stand DAF schon in der Entwicklungsphase das Know-how der Schweden insbesondere in Sachen Karosseriebau zur Verfügung. Angesichts der Marktentwicklung übernahm Volvo schließlich vor der Markteinführung des neuen Modells die Aktienmehrheit von DAF, womit nicht nur der alte DAF 66, sondern auch der geplante DAF 77 seinen Namen in 343 änderte. Der nun zum kleinsten Volvomodell mutierte größte DAF stand damit einerseits in der Tradition der Marke, was sich auch an den technischen Ähnlichkeiten zum DAF 66 zeigt: der Variomatic, dem Getriebe an der Hinterachse und den Motoren von Renault. Zugleich hatte man unter Rückgriff auf Volvos Erfahrungen zahlreiche Sicherheitseinrichtungen in die Karosserie implementiert (z.B. Seitenaufprallschutz mit Rohren in den Türen), weshalb der 340/360 für ein Kompaktauto der 70er-Jahre recht schwer geriet (Leergewicht in Basisausstattung mit Schaltgetriebe ca. 1000kg); VW Golf I, Opel Kadett C oder Ford Escort Mk. II waren über 100kg leichter. In einer Zeit, als konventioneller Hinterradantrieb mit hinterer Starrachse außer beim VW Golf noch Klassenstandard war, fiel die 300er-Serie mit ihrem aufwendigen Fahrwerk aus dem Rahmen, was ihr nach dem Siegeszug des kompakten Frontantrieb-Quermotor-Layouts Anfang der 80er-Jahre einen Exotenstatus bescherte: Im Vergleich zur etwa gleich teuren Konkurrenz war der 340 mit seiner langen Motorhaube vor allem außen eine halbe Nummer größer und zeigte im Vergleich ausgeprägte Schwächen (Motorisierung, Benzinverbrauch) und Stärken (Straßenlage, Fahrkomfort, Verarbeitung, passive Sicherheit). Die Gestaltung der Karosserie stammte von Giovanni Michelotti. (Bild- und Text: Wikipedia)