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Frontscheibe - NISSAN 350Z 02-08

Bildquelle: Rudolf Stricker/Wikipedia-CC BY-SA 3.0
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Hintergrundwissen:

Nach einer zweijährigen Auszeit kehrte die Z-Sportwagenreihe mit dem 350Z Coupé schließlich zurück, dessen Verkauf im Juli 2002 in Japan begann. Die Einführung auf dem deutschen Markt erfolgte über ein Jahr später im Oktober 2003 zu einem Basispreis von 33.850 Euro.

Wie in der Z-Reihe üblich sollte auch der 350Z mit klassischen Sportwagen-Proportionen aufwarten, das endgültige Design der Karosserie war dem der 2001 vorgestellten Studie sehr ähnlich. Der bullige Zweisitzer ist in klassischer Sportwagenbauweise mit einem längs eingebauten Frontmotor − dessen Schwerpunkt allerdings hinter der Vorderachse liegt − und Hinterradantrieb ausgerüstet. Die Kraftübertragung erfolgt dabei standardmäßig über ein manuell geschaltetes Schaltgetriebe mit sechs Gängen, in einigen Märkten war auch eine Automatik mit fünf Stufen erhältlich. Zur Gewichtsersparnis ist das Getriebe durch eine einteilige Kardanwelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (Verbundwerkstoff) mit dem Visco-Sperrdifferential an der Hinterachse verbunden. Als Motor dient dem 350Z ein Sechszylinder-Benzinmotor in V-Bauweise aus Aluminium mit vier Ventilen pro Zylinder und vier oben liegenden Nockenwellen, der intern den Motorcode VQ35DE trägt. Aus 3,5 Litern Hubraum schöpft der Saugmotor 206 kW (280 PS) bei 6200 min-1 und ein maximales Drehmoment von 363 Nm bei 4800 min-1. Diese Leistung genügt für eine Beschleunigung von 0–100 km/h in 5,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h, bei der der 350Z elektronisch abgeregelt wird. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 11,4 Liter Super-Plus-Benzin pro 100 Kilometer.

Schwierigkeiten bereitete beim Coupé das Fließheck mit Heckklappe, da diese Konstruktionsweise Nachteile für die Karosseriesteifigkeit hat. Diesem Problem wurde mit Hilfsrahmen an Front und Heck, Domstreben, verstärkten Schweißnähten an der Bodengruppe und weiteren Maßnahmen entgegengewirkt. Um ein möglichst sportliches Fahrverhalten zu erreichen wurde auf einen niedrigen Schwerpunkt und eine ausgeglichene Gewichtsbalance geachtet. Dies konnte durch den Einsatz von leichten Materialien wie Aluminium, aus dem Motorhaube sowie ein Großteil der Komponenten des Fahrwerks bestehen, oder den Verzicht auf komplexe und schwere Techniken wie Turboaufladung, variable Ansauganlagen oder Allradlenkung gewährleistet werden. Das Ergebnis war eine Gewichtsverteilung von 53 % auf die Vorder- und 47 % auf die Hinterachse, zu dem auch die Position des Motors mit dem Schwerpunkt hinter der Vorderachse beitrug. Ein weiterer Vorteil des Verzichts auf komplizierte und somit auch teure Technik waren die geringeren Kosten in der Entwicklung und Fertigung. Diese Ersparnis konnte an den Endkunden weitergegeben werden, was sich in einem verhältnismäßig niedrigen Verkaufspreis und somit auch einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis niederschlug.

Auch der Innenraum ist fahrerorientiert zugeschnitten. Der Fahrersitz ist ein Sportsitz mit hohen Flanken für guten Seitenhalt und einer zusätzlichen Erhöhung im vorderen Bereich der Sitzfläche zur Führung der Oberschenkel. Darüber hinaus ist die Rückenlehne unterhalb der Schulterzone schmaler geschnitten, um eine optimale Armfreiheit zum Schalten und Lenken zu gewährleisten. Der Platz des Beifahrers bietet hingegen mit einer breiten Rückenlehne sowie weicherem Polster mehr Komfort und verzichtet auch auf die mittige Erhöhung des Sitzpolsters. Hinter dem Dreispeichenlenkrad findet sich das Kombiinstrument, welches in drei große Rundinstrumente für Tachometer, Drehzahlmesser und die kombinierte Kühlwasser- und Kraftstoffanzeige unterteilt ist. Dabei ist der Drehzahlmesser größer dimensioniert als die daneben liegenden Anzeigen und mittig positioniert, wodurch er gut abzulesen ist. Das Kombiinstrument ist fix an der Lenksäule befestigt und bewegt sich auch bei der Höhenverstellung des Lenkrades mit. In das Armaturenbrett sind oberhalb der Mittelkonsole drei auf den Fahrersitz ausgerichtete Zusatzinstrumente eingelassen, die Anzeigen für Öldruck, Bordspannung und den Bordcomputer beheimaten. Hinter dem Beifahrersitz befindet sich eine zusätzliche größere Ablage, die den 235 Liter fassenden Kofferraum ergänzt, der durch die hintere Domstrebe allerdings stark eingeschränkt ist.

Für den deutschen Markt wurde der 350Z wegen der dort höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten serienmäßig mit einigen Extras ausgerüstet. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm und ein größerer Wasserkühler ist in allen europäischen Versionen serienmäßig. Darüber hinaus wurde die Aerodynamik modifiziert. Am Unterboden sorgen Luftkanäle dafür, dass das mit zusätzlichen Kühlrippen ausgerüstete Differential an der Hinterachse gut angeströmt wird. Durch ein „Aero Kit” mit Spoilerlippe an der Heckklappe, veränderter Frontschürze und Diffusor am Unterboden konnte der Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 auf 0,29 reduziert werden, wobei der Abtrieb gleichzeitig erhöht wurde. Ebenfalls nicht allen internationalen Versionen wurde das Brembo-Sportbremssystem zuteil, dessen Bremssättel aus Aluminium goldfarben eloxiert sind und das in den deutschen Varianten serienmäßig eingebaut wurde. Die Bremsanlage ist mit je vier Kolben an den Vorder- und zwei Kolben an den Hinterrädern versehen. Die innenbelüfteten Bremsscheiben haben an der Vorderachse einen Durchmesser von 324 mm und an der Hinterachse 322 mm.

Das 350Z Coupé wurde im Dezember 2008 durch den 370Z abgelöst. (Bild- und Text: Wikipedia)