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Frontscheibe - FERRARI MONDIAL T COUPE 89-93

Bildquelle: Tennen-Gas/Wikipedia-CC BY-SA 3.0
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Produktdetails:

Bitte beachten: Nach dem Kauf wird die Frontscheibe in Ihrer gewünschten Tönung angefertigt. Die Lieferzeit beträgt 12 Wochen.

Hintergrundwissen:

Der neue 348 tb war in jeder Hinsicht – Motor, Chassis und Karosserie – ein wirklich neues Auto, für den verwandten 2+2-Sitzer Mondial t 3.4 traf dies nur zum Teil zu, aber die Änderungen gingen doch sehr viel weiter als allgemein bekannt ist. Das „t“ steht für transversale und weist auf den nun längs statt quer eingebauten Motor. Im Grunde ist der Mondial t 3.4 damit der erste einer neuen Generation moderner V8 Ferraris. In ihm wurden alle wesentlichen, neuen Komponenten des 348 noch vor dessen Erscheinen verwendet. So waren beim Mondial t der praktisch neue Motor und das völlig neue Getriebe, wie beim 348, in einem soliden Hilfsrahmen montiert, der auch die komplett neue Radaufhängung trug. In der Folge wurde der Bereich zwischen B- und C-Säule gesteckt, damit die Seitenscheibe länger und auch die seitlichen Lufteinlässe geändert. Dies macht den „t“, von der Seite gesehen, optisch deutlich gestreckter. Der Motor selbst erfuhr tiefgreifende Änderungen, so musste die halbmechanische und leistungsfeindliche K-Jetronic (mit separater Verteilerzündung) der modernen Motronic 2.5 in doppelter Ausführung weichen. Damit bekam der 3.4 Liter pro Zylinderbank eine separate Einspritzanlage, also Steuergerät, Luftsammler, Drosselklappe, Luftmengenmesser, verteilerlose Zündanlage, Katalysator, Lambdasonde und sogar die Benzinpumpe in doppelter Ausführung. Zwischen den Luftsammlern der beiden Zylinderbänke wurde drehzahl- und lastabhängig eine Verbindung geöffnet, um das Drehmoment weiter zu optimieren. Die Abgasführung war nun rechts und links identisch. Damit ist er (mit Ausnahme des Ferrari F40) im Grunde der erste saubere V8-Sportmotor von Ferrari mit Einspritzanlage und macht endlich die empfindlichen Leistungsverluste der abgasgereinigten Motoren gegenüber den legendären Vergasertriebwerken ungeschehen. Faktisch manifestiert sich dies durch die mit 3000 Umdrehungen enorm weite Spanne zwischen maximalem Drehmoment und Höchstleistung. Als Kupplung wurde eine 2-Scheiben-Version montiert. Ein Sperrdifferential war serienmäßig. Gegen Aufpreis gab es zum 5-Gang-Getriebe eine automatische Kupplungsbetätigung von Valeo, die erstaunlich gut funktionierte. Der Fahrer schaltete nur noch.

An der Karosserie wurden ferner die bruchempfindlichen Türgriffe (aus dem Alfa Spider) durch robustere Konstruktionen ersetzt, die zudem in Wagenfarbe lackiert waren. Der Innenraum verlor etwas von seiner Extravaganz und war nun betont schlicht und sportlich gehalten. Die gut geformten Sportsitze fielen etwas eng aus. Die Klimaanlage wurde aufwändig thermostatisch gesteuert. Aufgrund der vorne und hinten unterschiedlich breiten 16-Zoll-Felgen und -Reifen fiel das Reserverad weg und wurde endgültig durch ein Pannenspray im Werkzeugkoffer ersetzt. Die Klappscheinwerfer erhielten Leuchteinheiten mit DE-Linsen. Die Stoßstangen wurden deutlich renoviert. Der neue Oval-Rohrrahmen des Mondial mit dem langen Radstand war grundlegend überarbeitet worden, um die neue Positionierung von Motor und Getriebe zu ermöglichen. Das Auto war mit Servolenkung und ABS ausgerüstet, außerdem konnte vom Fahrersitz aus zwischen drei verschiedenen Einstellungen der Bilstein Coil Over Stoßdämpfer gewählt werden. Dabei wurden aber unabhängig von der manuellen Einstellung durch elektronische Auswertung der Beschleunigungs- und Giersensoren je nach Fahrsituation nötigenfalls automatisch nachregelt.

Die technischen Veränderungen waren also weitaus gewichtiger, als die leicht veränderte Karosserie vermuten ließ. Der V8-Motor war vergrößert und weiterentwickelt worden, außerdem war er jetzt auch schadstoffärmer. Wie beim 348 tb war der Motor längs eingebaut und damit tiefer als im Vorgänger. Die Aufhängung war neu. Das Getriebe lag hinter dem Achsantrieb. Da der Mondial etwas schwerer war als der 348 tb und außerdem bis zu vier Personen transportieren musste, war die Getriebeübersetzung kürzer gewählt. Dies war im Antrieb und Motor, abgesehen von der Schalldämpferanlage der einzige Unterschied. Ob offen oder geschlossen, der Mondial war in jedem Fall nur bedingt ein Viersitzer. Die Beinfreiheit im Fond ist eingeschränkt. (Bild- und Text: Wikipedia)