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Frontscheibe - HOLDEN TORANA LC-LJ-7A 67-74

Bildquelle: ZidaneHartono/Wikipedia-CC BY-SA 4.0
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Produktdetails:

Bitte beachten: Nach dem Kauf wird die Frontscheibe in Ihrer gewünschten Tönung angefertigt. Die Lieferzeit beträgt 12 Wochen.

Hintergrundwissen:

Die nächste Generation, der LC Torana, erschien im Oktober 1969 und war mit Vier- oder Sechszylinder-Reihenmotoren erhältlich. Der Sechszylinder hatte einen Hubraum von 2.261 cm3 (‚’Torana 2250’’) und leistete 70 kW (95 bhp). Die Sechszylinderwagen hatten einen längeren Radstand von 2.540 mm (statt 2.433 mm beim Vierzylinder), eine aggressiver gestaltete Front für den längeren Motor und Handschaltgetriebre mit drei- oder vier Gängen oder eine dreistufige Automatik. Der Torana war „Auto des Jahres 1969“ beim Wheels-Magazin.

Es gab ganz neue 2- und 4-türige Karosserien in S- oder SL-Ausführung. Der Kunde hatte die Wahl zwischen Sitzbank oder Einzelsitzen vorne und es gab auf Wunsch auch wieder die Scheibenbremsen vorne. Bald nach der Einführung des Modells gab es einen stärkeren Sechszylindermotor mit 2.638 cm3 Hubraum, der im SL 85 kW (114 bhp) (Torana 2600) und im 2-türigen, sportlichen GTR mit Stromberg-WW-Doppelvergaser 93 kW (125 bhp) (Torana 2600S) lieferte. Später wurde der 2,6-Liter-R6 durch einen größeren Motor mit 2.834 cm3 Hubraum (Torana 2850) ersetzt, der beim GTR auch mit Doppelvergaser erhältlich war.

Im Juli 1970 wurde ein Hochleistungs-Torana, der GTR XU-1, zusammen mit Harry Firth aus dem Holden Dealer Team für die populären Serienfahrzeug-Rennserien in Australien und für Rallyes entwickelt. Der eigentliche Sinn dieses Fahrzeuges aber war es, Holden im bekannten Hardie-Feredo 500-Rennen in Bathurst eine reelle Chance gegenüber den starken Ford Falcon GT-HO mit V8-Motor zu geben, einem Rennen, das als Australiens Juwel in der Krone des Motorsports angesehen wird. Der LC Torana GTR XU-1 war mit einem Sechszylindermotor mit 3.047 cm3 Hubraum ausgerüstet, der mit Hilfe von drei Zenith-Stromberg-CD-150-Vergasern eine Leistung von 119 kW (160 bhp) entwickelte. Außerdem war der Wagen mit Gusskipphebeln, einem anderen Zylinderkopf und anderer Nockenwelle ausgestattet. Das manuell zu schaltende Vierganggetriebe lieferte Opel. Weitere Ausstattungsdetails waren Abrißkante am Heck, spezielle Auspuffendrohre, Kotflügelverbreiterungen, etliche Zusatzinstrumente und serienmäßige Scheibenbremsen vorne. Der Torana GTR XU-1 erwies sich als „kleines Geschoss“ sowohl auf der Straße als auch in Rallyes, da das leichte, starke Sportcoupé ein ausgezeichnetes Leistungsgewicht hatte. Er machte sich bald als ideales Rennfahrzeug für viele Gelegenheiten einen Namen, besonders bei Serienrennen und Rallyes. Er beerbte 1970 erfolgreich den Monaro GTS 350 mit V8-Motor und gewann viele Rallyes und auch das vorher erwähnte Bathurst-500-Meilen-Rennen, das 1970 der Ford XW Falcon GT-HO Phase Two und 1971 der Ford XY Falcon GT-HO Phase Three gewonnen hatte.

Im Februar 1972 wurde der überarbeitete LJ Torana eingeführt, dessen Sechszylindermodelle nun dem großen Holden HQ ähnlich sahen. Viele mechanische Komponenten übernahm der LJ von seinem Vorgänger; die größten Veränderungen gab es an der Motorenpalette. Die Vierzylindermodelle behielten ihre 1,2- und 1,6-Liter-Motoren, aber es gab sie jetzt auch mit einem 1,3-Liter-Reihenmotor mit vier Zylindern. Die Sechszylindermodelle waren weiterhin mit den Sechszylinderreihenmotoren mit 2,3 oder 2,85 Litern Hubraum lieferbar, aber auch mit 3,3-Liter-Motor aus dem Holden HQ für das GTR-Modell. Bei den Getrieben gab es keine Veränderungen. Ab August 1972 wurde dann der Holden LJ Torana als GMK Chevrolet 1700 in Südkorea montiert.

Eine Hochleistungsversion des 3,3-Liter-Motors gab es im LJ Torana GTR XU-1, die weit über 149 kW 200 bhp entwickelte. Durch die Ausrüstung des XU-1 mit der 3,3-Liter-Maschine, den größeren Stromberg-CD-Dreifachvergasern mit 45 mm Durchlass und dem neuen, eng gestuften, in Australien gefertigten Vierganggetriebe gab man dem Fahrzeug den Schub, den es benötigte, um mit ihm gegen den Ford XY Falcon GT-HO Phase Three anzutreten, der ja im Vorjahr das Hardie-Feredo-500-Rennen in Bathurst gewonnen hatte. In der Ausgabe 1972 dieses Rennens, das unter recht feuchten Verhältnissen stattfand, konnte der leichte Torana mit Peter Brock am Steuer gegen den schweren Falcon einen Sieg herausfahren. Dies war der Beginn der Peter-Perfect/Torana-Legende und der erste von fünf Siegen in Bathurst während der nächsten zehn Jahre. Holden entwickelte auch eine V8-getriebene Version des Torana mit 5.047 cm3 Hubraum, die oft GTR XU-2 genannt wird, aber nie über das Prototypenstadium hinaus kam. Dies lag an der „Supercar-Affäre“ 1972, bei der erheblicher politischer Druck auf Holden, Ford und Chrysler ausgeübt wurde, damit sie ihre „Bathurst-Supercars“, wie den XU-2, abschafften. Grund war eine Zeitungskampagne gegen die „Geschosse auf Rädern“, die bald als Serienfahrzeuge der Öffentlichkeit zugänglich sein sollten. Im Endeffekt beugten sich alle drei Hersteller dem Druck und Holden vertagte die Einführung des Torana V8 um zwei Jahre. Im April 1974 wurde der LJ Torana durch die etwas größere LH-Serie ersetzt. Um die Lücke bis zum Erscheinen der kleinen Holden Gemini zu füllen, bot man die vierzylindrigen LJ-Modelle mit kurzem Radstand und 1,3- oder 1,8-Liter-Motor mit einem schnellen Facelift (Kunststoff-Kühlergrill in Wagenfarbe und neue Rücklichter) als TA Torana an.  (Bild- und Text: Wikipedia)